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Sauna-Holz: Welche Holzart für Sauna & Gartensauna?

Zuletzt aktualisiert am · von der club-pavillon.de Redaktion

Holz ist das Herzstück jeder Sauna. Es prägt Optik, Duft und Raumklima und muss zugleich enormen Belastungen standhalten: hohe Temperaturen, wechselnde Feuchtigkeit und ständige Aufgüsse. Nicht jede Holzart eignet sich dafür gleich gut. Dieser Überblick zeigt, welche Hölzer sich beim Saunabau bewährt haben und wo sie jeweils zum Einsatz kommen: innen in der Kabine, für die Bänke oder als tragende und wetterfeste Außenhaut einer Gartensauna.

Innen, Bank oder Außenhaut: worauf es ankommt

Beim Saunaholz lohnt sich der Blick auf den Einsatzort. Für den Innenraum zählen ein helles, ruhiges Aussehen, geringer Harzgehalt und ein angenehmer Duft. Für die Bänke ist die Wärmeleitfähigkeit entscheidend: Sie müssen sich auch bei über 90 °C angenehm anfassen lassen. Die tragende Konstruktion und die Außenwände einer Gartensauna brauchen dagegen vor allem Stabilität und Widerstandsfähigkeit gegen Regen, Frost und UV-Strahlung.

Die wichtigsten Holzarten im Überblick

Hemlock

Hemlock ist der Klassiker für Innenkabinen. Das nordamerikanische Nadelholz ist hell, gleichmäßig gemasert und nahezu harzfrei, sodass es kaum ausdünstet. Es bleibt astarm und ruhig in der Optik und gilt als Standardholz vieler Fertigkabinen.

Fichte und Tanne

Fichte und Tanne sind robuste, preiswerte Nadelhölzer und die typische Wahl für Fass- und Außensaunen. Sie sind stabil, langlebig und vergleichsweise harzarm. Nordische Fichte wächst besonders langsam und dicht und ist dadurch sehr formstabil, was sie für die Außenhaut attraktiv macht.

Espe und Thermo-Espe

Espe ist ein sehr harzarmes, helles Laubholz, das kaum splittert und sich bei Hitze angenehm anfühlt. Damit ist es ein idealer Werkstoff für Bänke und Rückenlehnen. Als Thermo-Espe wird es zusätzlich wärmebehandelt, wodurch es noch formstabiler wird und eine dunklere, warme Färbung erhält.

Abachi

Abachi ist ein afrikanisches Laubholz mit sehr geringer Wärmeleitfähigkeit. Es wird selbst bei voller Hitze kaum heiß und fühlt sich weich an. Genau deshalb ist es das bevorzugte Holz für Sitzflächen, Liegen und alle Stellen, die die Haut berührt.

Rotzeder und nordische Zeder

Zedernholz überzeugt durch einen aromatischen Duft und ist von Natur aus feuchtigkeits- und insektenresistent. Diese Eigenschaften machen es besonders wertig, sowohl innen als auch für hochwertige Außensaunen. Der Preis liegt allerdings über dem der Standardhölzer.

Thermoholz

Thermoholz ist thermisch behandeltes Nadelholz. Durch die Hitzebehandlung verliert es Feuchtigkeit und Harz, wird formstabiler, dauerhafter und nimmt einen dunkleren, edlen Farbton an. Es kommt gern für Fassaden und Außenverkleidungen zum Einsatz.

Kelo

Kelo ist abgestorbenes, über Jahrzehnte natürlich getrocknetes Polarkiefernholz aus dem hohen Norden. Es wirkt rustikal und silbrig-verwittert, ist extrem langlebig und formstabil, dafür aber selten und entsprechend teuer.

Holz Eigenschaft Typische Verwendung
Hemlock hell, harzarm, ruhige Maserung Standard-Innenkabinen
Fichte / Tanne robust, günstig, formstabil Fass- und Außensaunen
Espe / Thermo-Espe harzarm, splittert kaum, wärmearm Bänke und Lehnen
Abachi sehr geringe Wärmeleitfähigkeit Sitz- und Liegeflächen
Rotzeder / Zeder aromatisch, feuchte- und insektenresistent hochwertige Kabinen und Außensaunen
Thermoholz formstabil, dunkler, dauerhaft Fassaden und Außenverkleidung
Kelo rustikal, sehr langlebig, teuer Design- und Premium-Saunen

Innen nicht behandeln, außen schützen

Im Innenraum bleibt das Holz unbehandelt: Lack und Lasur würden bei Hitze ausdünsten und die offene Struktur verschließen. Zur Reinigung genügen Wasser und ein mildes Saunareinigungsmittel, Bänke lassen sich mit Saunaöl oder Paraffin pflegen. Die Außenhaut einer Gartensauna dagegen braucht regelmäßigen Schutz mit einer offenporigen Lasur gegen Regen und UV-Strahlung. Wie du die Sauna dauerhaft in Schuss hältst, zeigt der Ratgeber zur Pflege.

Welche Bauart am Ende zu deinem Garten passt, hängt von Platz, Budget und Geschmack ab. Mehr dazu findest du in der Gartensauna-Kaufberatung, im Überblick zur Fasssauna und in der Anleitung zum Aufbau der Sauna.

Häufige Fragen

Welches Holz für Saunabänke? +
Für Sitz- und Liegebänke eignen sich Abachi und Espe am besten. Beide Hölzer leiten Wärme kaum, splittern nicht und werden selbst bei hohen Temperaturen nicht heiß. So besteht keine Verbrennungsgefahr auf der Haut, während tragende Teile und Wände aus günstigeren Nadelhölzern bestehen dürfen.
Muss man Saunaholz innen behandeln? +
Nein. Das Holz im Innenraum wird nicht lackiert oder lasiert. Lacke und Lasuren würden bei Hitze ausdünsten und das Holz am Atmen hindern. Nur die Außenhaut einer Gartensauna wird gegen Regen und UV geschützt. Innen genügt eine gelegentliche Behandlung der Bänke mit Saunaöl oder Paraffin.
Welche Holzarten sind für eine Sauna ungeeignet? +
Stark harzende oder ölhaltige Hölzer wie Kiefer oder Lärche sind für den Innenraum wenig geeignet, da austretendes Harz bei Hitze klebt und tropfen kann. Auch behandelte oder verleimte Hölzer mit Kunstharzanteil gehören nicht in die heiße Kabine.
Warum sind nordische Hölzer für Saunen beliebt? +
Nordische Fichte und nordische Zeder wachsen langsam und dicht. Das ergibt ein feinjähriges, formstabiles Holz, das Feuchtigkeit und Temperaturwechsel gut verträgt. Diese Eigenschaften machen sie zu einem bewährten Werkstoff für Kabinen und Außensaunen.
Kann man verschiedene Holzarten kombinieren? +
Ja, das ist sogar üblich. Wände und Tragwerk bestehen oft aus Hemlock oder Fichte, während Bänke und alle Kontaktflächen aus wärmearmem Abachi oder Espe gefertigt werden. So verbindet man Stabilität, Optik und Sicherheit sinnvoll miteinander.

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