Faltpavillon überwintern: winterfest machen & lagern
Zuletzt aktualisiert am · von der club-pavillon.de Redaktion
Wenn die Saison zu Ende geht, entscheidet sich, ob der Pavillon das nächste Frühjahr heil erlebt. Faltpavillons sind Sommergäste – für den Dauerbetrieb im Winter sind sie nicht gebaut. Mit rechtzeitigem Abbau, gründlicher Reinigung und trockener Lagerung hält so ein Pavillon dagegen viele Jahre. Dieser Ratgeber führt Schritt für Schritt durch das Einwintern.
Warum Faltpavillons keinen Winterbetrieb vertragen
Ein Faltpavillon ist auf schnellen Auf- und Abbau und geringes Gewicht optimiert – nicht auf Dauerlast. Genau das wird im Winter zum Problem. Neben der Schneelast setzen ihm anhaltende Nässe, Frost und Winterstürme zu. Feuchtigkeit kriecht in Nähte und Gelenke, gefriert, dehnt sich aus und lockert Verbindungen. Ein Pavillon, der Sommer für Sommer zuverlässig Schatten spendet, kann nach einem einzigen harten Winter im Freien irreparabel beschädigt sein.
Rechtzeitig abbauen
Der wichtigste Schritt ist der einfachste: den Pavillon vor dem ersten Frost und Schnee abbauen. Warte nicht, bis das Wetter umschlägt. Wähle für den Abbau möglichst einen trockenen Tag, damit du das Dach nicht klitschnass einpacken musst. Nimm zuerst die Bespannung und eventuelle Seitenteile ab, dann das Gestänge – so lässt sich alles in Ruhe kontrollieren und reinigen.
Reinigen und vollständig trocknen
Vor dem Einlagern wird gereinigt. Entferne Laub, Schmutz und Vogelkot mit lauwarmem Wasser, einer weichen Bürste und etwas milder Seife. Verzichte auf scharfe Reiniger und den Hochdruckreiniger – beide können die wasserabweisende Beschichtung angreifen. Anschließend folgt der entscheidende Schritt: komplett durchtrocknen lassen. Restfeuchte im eingerollten Dach ist die häufigste Ursache für Schimmel und Stockflecken, die sich später kaum noch entfernen lassen. Am besten trocknest du das Dach aufgespannt an einem luftigen Ort, bevor du es zusammenlegst.
Trocken und frostfrei lagern
Der ideale Lagerort ist trocken, frostfrei und dunkel – etwa Keller, Garage oder Gartenhaus. Verstaue Dach und Gestänge in der mitgelieferten Tasche, das hält Staub ab und hält alles zusammen. Lege nichts Schweres obenauf, damit das Gestänge nicht unter Dauerdruck steht. Ein kühler, aber frostgeschützter Raum ist besser als ein warmer, feuchter – Feuchtigkeit ist der eigentliche Feind, nicht die Kälte allein.
Gestänge pflegen
Bevor alles in der Tasche verschwindet, lohnt ein prüfender Blick aufs Gestänge. Wische es trocken, damit kein Rost ansetzt, und kontrolliere Gelenke und Scheren auf Leichtgängigkeit. Quietschende oder schwergängige Verbindungen kannst du mit etwas Sprühöl oder Silikonspray gängig halten. So klemmt im Frühjahr nichts, und der Aufbau geht wieder in Minuten.
Wenn der Pavillon stehen bleiben muss
Manchmal lässt sich ein fest verankerter Pavillon nicht einfach abbauen. Dann gilt: Nimm im Winter das Dach ab, damit sich kein Schnee sammeln kann, oder räume Schnee bei jedem Fall sofort und regelmäßig herunter, bevor sich Last aufbaut. Prüfe zusätzlich die Verankerung, denn Winterstürme sind kräftig – wie du jedes Bein sicherst, steht im Ratgeber Pavillon sturmsicher befestigen. Grundsätzlich gilt: Ein abgebauter, trocken gelagerter Pavillon übersteht den Winter deutlich zuverlässiger. Welches Modell überhaupt zu deinem Einsatz passt, klärt die Kaufberatung Faltpavillon 3×3 m, und auf ein wirklich dichtes Dach gehen wir im Ratgeber Pavillon wasserdicht ein.