Sauna-Aufguss: Anleitung Schritt für Schritt
Zuletzt aktualisiert am · von der club-pavillon.de Redaktion
Der Aufguss ist für viele der Höhepunkt eines Saunagangs. Ein guter Sauna-Aufguss bringt einen Schwall feuchter Hitze in die Kabine, verteilt einen angenehmen Duft und intensiviert das Schwitzen. Dahinter steckt kein Geheimnis, sondern ein einfaches Prinzip: Wasser trifft auf die heißen Saunasteine, verdampft schlagartig und erhöht kurzzeitig die gefühlte Temperatur. Diese Anleitung zeigt dir Schritt für Schritt, wie du zu Hause richtig aufgießt.
Was ist ein Aufguss überhaupt?
Beim Aufguss gießt du Wasser – meist mit ein paar Tropfen Duftkonzentrat verfeinert – über die glühenden Steine auf dem Saunaofen. Das Wasser verdampft sofort und die Luftfeuchtigkeit steigt für kurze Zeit stark an. Weil feuchte Luft die Wärme besser an die Haut überträgt, fühlt sich die Sauna nach dem Aufguss deutlich heißer an, obwohl die Lufttemperatur kaum steigt. Der Duft des Konzentrats sorgt zusätzlich für ein entspannendes Erlebnis.
Vorbereitung: Das brauchst du
- Einen Saunaeimer mit sauberem, kaltem Wasser
- Eine Saunakelle (Schöpfkelle)
- Ein geeignetes Aufgusskonzentrat oder saunataugliches ätherisches Öl
- Optional ein Aufgusstuch oder einen Wedel zum Verteilen der Hitze
Achte darauf, dass der Ofen wirklich heiß ist und die Steine gut durchgeglüht sind. Eine Auswahl passender Aufguss-Konzentrate, Eimer und Kellen findest du in der Sauna-Zubehör-Übersicht.
Aufguss Schritt für Schritt
- Temperatur prüfen: Warte, bis die Sauna ihre Betriebstemperatur von rund 80 bis 90 °C erreicht hat und die Steine heiß genug sind. Gießt du zu früh auf, verdampft das Wasser nicht sauber.
- Wasser dosieren: Nimm etwa 2 bis 3 Kellen Wasser. Weniger ist am Anfang besser – du kannst jederzeit nachlegen, überschüssiges Wasser aber nicht zurückholen.
- Konzentrat verdünnen: Gib nur wenige Tropfen bis maximal einen Teelöffel Konzentrat in die Kelle oder den Eimer und verrühre es. Das Konzentrat kommt niemals unverdünnt auf die Steine.
- Gleichmäßig aufgießen: Verteile das Wasser langsam und gleichmäßig über die Steine, nicht alles an eine Stelle. So verdampft es schön und der Ofen kühlt nicht punktuell aus.
- Wedeln (optional): Mit einem Aufgusstuch oder Wedel kannst du die feuchte, heiße Luft in der Kabine verteilen und zu den Gästen fächeln. Das ist kein Muss, verstärkt das Hitzeerlebnis aber spürbar.
- Menge nicht übertreiben: Ein Aufguss pro Saunagang genügt in der Regel. Beobachte, wie sich alle in der Kabine fühlen, und lege lieber später einen zweiten kleinen Aufguss nach, statt es einmal zu überziehen.
Dufttipps für den Aufguss
Der Duft bestimmt die Stimmung. Ein paar bewährte Richtungen:
- Eukalyptus und Minze: frisch und klar, angenehm bei verstopftem Gefühl
- Fichte, Latsche oder Zirbe: waldig-würzig, klassisch nordisch
- Zitrus (Orange, Zitrone): spritzig und belebend, gut für den Tag
- Lavendel: mild und beruhigend, ideal für den Abend
Beginne mit einer sparsamen Dosierung. Du kannst den Duft beim nächsten Aufguss immer noch verstärken – zu viel Konzentrat wirkt schnell aufdringlich.
Häufige Fehler beim Aufguss
- Zu viel Wasser auf einmal: Die Steine kühlen aus, es entsteht nasse statt angenehme Hitze und der Ofen braucht lange, um sich zu erholen.
- Zu viel Konzentrat: Der Duft wird stechend und reizt die Atemwege statt zu entspannen.
- Brennbares direkt aufgießen: Unverdünntes Öl oder Konzentrat auf die Steine zu geben ist gefährlich und gehört zu den häufigsten Anfängerfehlern.
- Zu früh aufgießen: Sind die Steine noch nicht heiß genug, tropft das Wasser nur durch und der Aufguss verpufft.
Wenn du den Aufguss beherrschst, lohnt sich der Blick darauf, wie du deine Saunagänge insgesamt gestaltest. In unserem Ratgeber Wie oft in die Sauna? erfährst du, wie viele Durchgänge und welche Häufigkeit für dein Wohlbefinden sinnvoll sind.